Freitag, 6. Juli 2007

Nach anderthalbstündiger Verhandlung: Fall des Marco Weiss vertagt


Am Morgen diesen Freitags hat das Türkische Gericht den Fall des 17-jährigen Marco Weiss nach anderthalbstündiger Verhandlung vertagt. Somit zieht sich das Märtyrium des Jugendlichen einen weiteren Monat hin, bis es zum nächsten Termin kommt. Marco soll heute ausgesagt haben, was er schon konsistent zuvor gesagt hat: Die "mißbrauchte" Charlotte habe ihm gegenüber behauptet, daß sie 15 Jahre alt sei. Weder Charlotte noch ihre Mutter waren bei der Verhandlung anwesend. Aha...

Neben dem, was die Nachrichten kolportieren: Was sagen uns diese Neuigkeiten? Sie bedeuten, daß auch nach 1 1/2 Stunden Verhandlung keine in der Türkei rechtsgültige Verurteilung erreicht werden konnte. Wie auch? In dem Fall sind ja außer Behauptungen bisher keine Fakten ans Licht gekommen, die den Vorwurf der "sexuellen Ausbeutung zum Nachteil einer Minderjährigen" untermauert hätten. Es steht lediglich Aussage gegen Aussage. Das ist, was ich hier bisher gepostet habe: Alleine schon die Untersuchungshaft ist lachhaft, illegal, eine Menschenrechtsverletzung und juristisch grob fahrlässig und rückständig. Wenn die Türkischen Behörden keine Fakten gegen Marco Weiss haben, sollte er nicht eine Minute länger im Gefängnis sitzen müssen, als notwendig. Hätten sie Fakten, würde eine Nachrichtensperre nicht erforderlich sein. Man könnte jedem Journalisten glaubhaft alle Vorwürfe und Beweise oder Indizien darlegen, ohne sich verstecken zu müssen. Das Ganze ist und bleibt eine skandalöse Farce.

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